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FOLLOW-ME ermöglicht spektakuläre Silvestershow am Burj Khalifa in Dubai

FOLLOW-ME, der Spezialist für Performer-Tracking, spielte eine zentrale Rolle beim EMAAR New Year’s Eve Spectacular rund um den Burj Khalifa in Dubai. Das FOLLOW-ME 3D-System wurde vom Lichtdesign-Studio NEONBLACK spezifiziert und ermöglichte das automatisierte Tracking von Performern über eine großflächige, wasserbasierte Open-Air-Spielfläche – für ein Publikum vor Ort sowie Millionen Zuschauer weltweit im Livestream und Broadcast.

LMP Lichttechnik Vertriebs GmbH ist exklusiver Distributor für FOLLOW-ME in Deutschland und Österreich.

Wasserbühne ohne Infrastruktur: außergewöhnliche Rahmenbedingungen

Die Produktion, die in den 20 Minuten vor dem Jahreswechsel stattfand, nutzte eine rund 500 Quadratmeter große Wasserbühne im Bereich des Dubai Fountain. Mit dem Burj Khalifa als visuellem Zentrum entwickelte der Produzent und Creative Director Our Legacy Creations (OLC) eine spektakuläre Wasserinszenierung, die in dieser Form bislang noch nicht an diesem Ort umgesetzt worden war.

In der Spitze befanden sich bis zu 24 bewegte Objekte gleichzeitig auf dem Wasser, darunter autonome Plattformen mit Performern – eine enorme Herausforderung für Licht und Tracking.

Die Lichtgestaltung verantworteten Dominic Smith und Paul Johnson (NEONBLACK), unterstützt von David Wolstenholme (Show Binary) als Key Light Programmer. Bereits in der Konzeptphase arbeitete NEONBLACK mit Luke Edwards, Designer Relations UK bei FOLLOW-ME, zusammen. Entscheidend für die Umsetzung war zudem der Produktionsdienstleister mediaPro, der über umfassende Erfahrung mit FOLLOW-ME-Systemen und deren Infrastruktur verfügt.

Individuelle Rigging-Lösungen für eine unkonventionelle Spielstätte

mediaPro übernahm Design, Aufbau, Lieferung und Integration des FOLLOW-ME-Systems. Alexander Kotov verantwortete die Lichtsysteme, Bianca Mastroianni unterstützte während der Show-Woche. Die Gesamtverantwortung lag bei Senior Technical Director Semynov („Sam“) Dsouza.

Eine zentrale Herausforderung lag im fehlenden Rigging, denn es standen keinerlei klassische Hängepunkte über der Fläche zur Verfügung.

„Es gab schlicht keine physischen Hängepunkte für Scheinwerfer“, erklärt Dominic Smith. „Die Spielfläche war im Grunde ein etwa 25 bis 30 Meter breiter Wasserstreifen, der sich rund um die Fontäne zieht. Die Herausforderung bestand darin, ein Lichtsetup in einen Raum zu integrieren, der dafür nicht ausgelegt ist – unter freiem Himmel und über große Distanzen hinweg.“

Um dennoch eine tragfähige Lösung zu realisieren, entwickelte mediaPro maßgeschneiderte Rigging-Konstruktionen: Speziell angefertigte Halterungen wurden an Geländern und Lautsprechertürmen rund um den See installiert und dienten als Befestigungspunkte für die zentralen Keylights.

Mangels klassischer Infrastruktur kamen leistungsstarke Scheinwerfer zum Einsatz, die die Produktion über das Wasser hinweg nahezu wie seitliche Theaterbeleuchtung ausleuchteten. Insgesamt wurden mehr als 70 Geräte in das FOLLOW-ME-System eingebunden.

FOLLOW-ME als flexible Lösung für dynamische Produktionsbedingungen

Die Entscheidung für FOLLOW-ME ergab sich unmittelbar aus den Projektanforderungen: eine auf vier Monate begrenzte Produktionszeit, eine sich vor Ort weiterentwickelnde Spielumgebung sowie 24 bewegte Ziele, die in Echtzeit getrackt werden mussten.

„Die Show hat sich während des Aufbaus ständig weiterentwickelt“, so Smith. „Es war klar, dass sie sich erst vor Ort vollständig formen würde. Deshalb brauchten wir ein flexibles System, das nicht an bestimmte Geräte gebunden ist. Genau das hat uns zu FOLLOW-ME geführt.“

Skalierbares Systemdesign für großflächiges Tracking

Zum Einsatz kamen insgesamt sechs FOLLOW-ME 3D SIX-Systeme mit Haupt- und Backup-Servern sowie drei weiteren Servern, die Daten an das Haupt- und Redundanzsystem lieferten.

Fünf Kameras standen zur Verfügung, von denen letztlich drei genutzt wurden, um das rund einen Kilometer breite Areal abzudecken. Über ein videobasiertes Switching-System wurden die Kamerasignale zusammengeführt und auf die Server verteilt. Dadurch konnten die Operatoren ein Ziel auf einer Kamera verfolgen und es nahtlos auf einer anderen weiterführen.

Große Multiview-Displays ermöglichten es Gruppen von jeweils etwa vier Operatoren, gemeinsam zu arbeiten. Laut mediaPro COO Shaam Pudaruth gehörte das Setup mit insgesamt 24 Bedieneinheiten zu den größten, die das Unternehmen bislang realisiert hat.

„Die Zusammenführung und Verteilung der Kamerasignale funktionierte absolut reibungslos“, sagt Wolstenholme. „Entscheidend war, dass wir ein Ziel auf einer Kamera verfolgen und es unmittelbar auf einer anderen wieder aufnehmen konnten – nur so ließ sich diese Fläche überhaupt beherrschen.“

Präzises Tracking auch in der Vertikalen

Zu den eindrucksvollsten Momenten der Show gehörte eine Dirigentin, die mithilfe eines Seilzugsystems aus dem Wasser in große Höhe gehoben wurde. Dank des Z-Achsen-Trackings konnte FOLLOW-ME diese vertikale Bewegung präzise erfassen und die Lichtführung automatisch anpassen.

Auch kurzfristige Änderungen während der finalen Probenphase ließen sich problemlos umsetzen: Scheinwerfer konnten flexibel neu zugewiesen oder Lichtpositionen angepasst werden, ohne umfangreiche Umprogrammierungen.

„Mit FOLLOW-ME 3D stellt man das System einmal ein – und es funktioniert zuverlässig“, so Smith. „Im Vergleich zu klassischen Verfolgersystemen ist man deutlich weniger von manuellen Eingriffen abhängig. Selbst am Abend vor der Show konnten wir noch Änderungen vornehmen – einfach, indem wir einen Beacon deaktivieren und einen anderen aktivieren. Diese Flexibilität war bei einem Projekt mit so vielen Unbekannten enorm wichtig.“

Zusätzliche Herausforderungen ergaben sich durch die Location selbst: Die Show fand in einem öffentlich zugänglichen Open-Air-Areal statt, das bis kurz vor Veranstaltungsbeginn regulär genutzt wurde und über keine klassische Backstage-Infrastruktur verfügt.

Trotz dieser Bedingungen wurde die Produktion termingerecht umgesetzt und stieß auf große Resonanz. Das FOLLOW-ME-System erfüllte dabei alle Anforderungen zuverlässig.

„Das FOLLOW-ME-System hat in einer extrem anspruchsvollen Umgebung sehr gut funktioniert – bei einem engen Programmier- und Probenzeitplan, der keinerlei Spielraum für Fehler ließ“, sagt Nick Eltis, Production Director der Veranstaltung. „Das Team von FOLLOW-ME hat uns durchgehend hervorragend unterstützt. Diese Unterstützung war ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Show.“

„Teil dieser Produktion zu sein, war ein bedeutender Meilenstein für mediaPro“, ergänzt Shaam Pudaruth. „Unsere Erfahrung mit FOLLOW-ME-Systemen hat es uns ermöglicht, von Anfang an effizient zu arbeiten und die komplexen Anforderungen in eine nahtlose Umsetzung auf Weltklasseniveau zu überführen. Das System vor einem Millionenpublikum fehlerfrei im Einsatz zu sehen, war ein besonderer Moment für das gesamte Team.“

„Wir haben uns aus gutem Grund für FOLLOW-ME entschieden“, fasst Dominic Smith zusammen. „Und am Ende hat das System genau das geliefert, was wir erwartet haben.“

Bildnachweis © NEONBLACK / Whatever Live

Tags: FOLLOW-ME
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