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Les Ballets de Monte Carlo setzt auf ELATIONs Paragon-Serie

Für Samuel Thery, Lighting Manager und Tour Technical Manager der international renommierten Compagnie Les Ballets de Monte Carlo, hat Licht eine klare Aufgabe: Es lenkt den Blick des Publikums, macht Emotionen sichtbar und unterstützt die Choreografie – ohne selbst in den Vordergrund zu treten. Licht ist für ihn ein subtiles erzählerisches Mittel, das Präzision, Konsistenz und Zurückhaltung verlangt.

Diese Haltung prägt Therys Arbeit bei der Compagnie seit nunmehr 17 Jahren. Sie ist zugleich ein wesentlicher Grund dafür, dass Les Ballets de Monte Carlo inzwischen bei seinen Produktionen auf die gesamte Paragon-Serie von ELATION setzt.

Eine andere Lichtästhetik

Les Ballets de Monte Carlo haben ihren Sitz in Monaco und gastieren das ganze Jahr über auf Bühnen in aller Welt. Unter der künstlerischen Leitung des Choreografen Jean-Christophe Maillot ist die klassische Ballettcompagnie insbesondere für ihr zeitgenössisches Repertoire bekannt. Der dichte Tourneeplan und Produktionen, die von intimen Momenten bis zu großen, opulenten Bildern reichen, verlangen jedem einzelnen Scheinwerfer ein hohes Maß an Vielseitigkeit ab.

„Licht für Tanz funktioniert ganz anders als bei einem Konzert“, erklärt Thery, der selbst aus dem Concert-/Touring-Bereich kommt, bevor er zum Ballett wechselte. „Bei einer Konzerttour gibt es die Show des Künstlers und daneben gewissermaßen noch die Lichtshow. Im Ballett gibt es keine Lichtshow. Alles ist reduzierter. Das Publikum soll weder die Scheinwerfer wahrnehmen noch Beams sehen, die über die Bühne fahren. Das Licht soll die Aufmerksamkeit gezielt auf eine bestimmte Handlung, einen Tänzer oder eine Gruppe von Tänzern lenken. Es können 50 Tänzer gleichzeitig auf der Bühne stehen – und trotzdem muss man dem Publikum vermitteln: Schaut hierhin. Dieser Moment ist wichtig.“

Licht im Dienst des Tanzes

Während große Entertainmentproduktionen häufig mit mehreren hundert Scheinwerfern arbeiten, kommt Les Ballets de Monte Carlo mit einem bemerkenswert kompakten Lichtsystem aus. „In unserer aktuellen Produktion nutzen wir rund 50 Movinglights und einige konventionelle Scheinwerfer – und trotzdem passt das gesamte Material in einen einzigen Lkw“, sagt Thery. „Das bedeutet allerdings auch, dass jedes Movinglight sehr viele unterschiedliche Aufgaben übernehmen muss.“

Diese Aufgaben können sich von Szene zu Szene, mitunter sogar von Cue zu Cue ändern. In einem Moment erzeugt ein Scheinwerfer eine weiche, flächige Ausleuchtung, kurz darauf wird er zum präzise abgeblendeten Profiler, projiziert speziell angefertigte Gobos, folgt einem Solotänzer über die Bühne oder unterstützt die Choreografie mit kaum wahrnehmbaren Bewegungen.

„Ich arbeite durchaus mit Bewegung, aber sehr subtil“, sagt Thery. „Manchmal folgt der Scheinwerfer lediglich einem Tänzer, oder ich fahre langsam einen Blendenschieber mit der Bewegung auf der Bühne mit. Bei einem Pas de deux kann ich den Scheinwerfer sogar wie einen Verfolger einsetzen. Das Publikum soll die Bewegung des Scheinwerfers gar nicht wahrnehmen. Es soll lediglich spüren, dass das Licht den Tanz unterstützt.“

Drei Modelle, ein einheitlicher Look

Genau diese Vielseitigkeit überzeugte die Ballettcompagnie von ELATIONs Paragon-Serie. Die mehrfach preisgekrönte Serie bildet das Flaggschiff im Movinglight-Portfolio von ELATION und verbindet hohe Lichtleistung mit präzisem Blendenschiebersystem, differenzierter Farbmischung, scharfer Gobo-Projektion und IP54-Schutz. Hinzu kommen TruTone mit variablem CRI, ein wechselbares Linsensystem, HEPA-Filtration und eine leistungsfähige Optik.

„Der Paragon ist großartig, weil ich mit einem einzigen Scheinwerfer sehr unterschiedliche Aufgaben lösen kann“, sagt Thery. „Mal brauche ich einen Wash, mal einen Profiler mit Blendenschiebern oder viele Gobos auf der Bühne. Ich kann denselben Scheinwerfer als Spot oder Wash einsetzen und sehr einfach zwischen den Funktionen wechseln.“

Aktuell nutzt die Compagnie 24 Paragon S, 28 Paragon M und 14 Paragon LT sowie acht Artiste Rembrandt. Seit Dezember 2025 mietet Les Ballets de Monte Carlo die Scheinwerfer bei Dushow. Sie ersetzen ein früheres ELATION-Rig auf Basis der Fuze-Serie.

Die drei Paragon-Modelle lassen sich dabei nahtlos miteinander kombinieren. „Dass wir mit S, M und LT arbeiten können, ist ein riesiger Vorteil“, sagt Thery. „Farben, Blendenschieber und Lichtqualität sind bei allen Modellen konsistent. Dadurch kann ich sehr schnell und präzise arbeiten und Einstellungen problemlos von einem Scheinwerfer auf einen anderen übertragen. Das spart mir enorm viel Zeit.“

Gerade während der Proben ist das ein entscheidender Vorteil, denn die verfügbare Zeit auf der Bühne ist knapp. „Die Bühne gehört den Tänzern. Für das Licht bleiben uns deshalb oft nur ein paar Stunden hier und da, in denen ich sehr viele Anpassungen vornehmen muss. Dass ich Einstellungen zwischen den verschiedenen Paragon-Modellen übertragen kann, macht die Arbeit erheblich einfacher.“

Das passende Modell für jede Position

Jedes der drei Paragon-Modelle übernimmt innerhalb des Lichtsystems andere Aufgaben und bietet dabei eine einheitliche Farb- und Lichtqualität. „Den S setze ich für sehr viele Dinge ein“, erklärt Thery. „Für mich ist er vergleichbar mit einem 2-kW-Fresnel- oder PC-Scheinwerfer. Den M nutze ich eher als kräftiges Gegenlicht, und der LT ist für mich wie ein großer Profiler. Den LT mag ich besonders, weil er mir ungefähr die Möglichkeiten eines 5-kW-Fresnels bietet. Das eröffnet mir viele neue Möglichkeiten.“

Häufig kombiniert Thery alle drei Modelle innerhalb einer Produktion. Die Paragon S sorgen unter anderem für Seitenlicht aus den Gassen sowie für Licht von oben. Mehrere Reihen Paragon M decken die Bühne aus dem Rig ab – häufig 14 Geräte als Wash und weitere 14 als Spots. Die leistungsstärkeren Paragon LT übernehmen dagegen die größeren Distanzen aus FOH-Positionen.

„Bei unserer letzten Produktion war die Bühne 22 Meter breit, 19 Meter tief und sehr hoch,“, erläutert Thery. „Für die Frontpositionen war der LT perfekt, weil er genau die Leistung liefert, die ich dort brauche. Wenn man den Zoom eng fährt, ist er enorm hell.“

Darüber hinaus setzt Thery speziell für einzelne Produktionen angefertigte Gobos ein, etwa bei Cendrillon und Romeo and Juliet. So erhält jedes Ballett seine eigene visuelle Handschrift.

Movinglights ersetzen zunehmend konventionelle Scheinwerfer

Der Umstieg von konventionellen Scheinwerfern auf Movinglights kann im Ballett nach Therys Erfahrung schwierig sein. Choreografen sind häufig an den Charakter einer bestimmten Lampe oder an ganz bestimmte Farben gewöhnt.

„Sie wissen sehr genau, wie konventionelle Scheinwerfer aussehen. Deshalb ist es nicht immer einfach, sie zu ersetzen“, erklärt er. „Mit einem Movinglight denselben Eindruck zu erzeugen, ist schwierig. Mit dem Paragon ist es uns gelungen, uns diesem vertrauten Look sehr stark anzunähern. Dadurch konnte ich die Umstellung Schritt für Schritt vollziehen. Bei einigen unserer jüngsten Produktionen stehen inzwischen ausschließlich Movinglights auf der Bühne. Das ist schon außergewöhnlich – und wäre früher nur sehr schwer möglich gewesen.“

Thery lotet die Möglichkeiten der Serie weiterhin aus und möchte künftig insbesondere intensiver mit TruTone und dem variablen CRI arbeiten. „Ich freue mich darauf, weiter mit den Scheinwerfern zu arbeiten und noch mehr von dem zu entdecken, was mit ihnen möglich ist.“

Wenn Stille Teil der Inszenierung ist

Zu den Eigenschaften, die Thery besonders schätzt, gehört der leise Betrieb der Scheinwerfer. Im Ballett gibt es immer wieder Passagen in völliger Stille oder Momente, in denen ausschließlich die Bewegungen der Tänzer zu hören sind. Geräusche aus dem Rig können dann schnell zum Störfaktor werden.

„Die Choreografen sind inzwischen sehr glücklich, weil die Scheinwerfer so leise sind“, sagt Thery. „Früher hat man immer gehört, wenn die Scheinwerfer eingeschaltet wurden. Heute hören wir fast nichts mehr. Und wenn ich absolute Stille brauche, kann ich einfach den Lüftermodus entsprechend anpassen. Gerade bei Soli oder einem Pas de deux ohne Musik ist das enorm wichtig.“

Austausch über die Anforderungen des Balletts

Thery schätzt zudem den engen Austausch mit ELATION und die Bereitschaft des Herstellers, sich mit den besonderen Anforderungen des Tanzes auseinanderzusetzen. Während eines Gastspiels in Costa Mesa, Kalifornien, besuchte er den Hauptsitz von ELATION und sprach dort ausführlich mit Eric Loader, Global Vice President of Sales & Marketing bei ELATION, über seine Anforderungen an die Optik.

„Wir haben lange darüber gesprochen, welche Frostfilter ich brauche, und Eric kam anschließend auch zu unserer Produktion“, erinnert sich Thery. „Eine besondere Herausforderung im Ballett besteht darin, Goboprojektionen bei Bedarf mit Frost vollständig weichzuzeichnen oder sogar praktisch verschwinden zu lassen. Dafür braucht man einen sehr starken Frost, und den findet man bei Movinglights nicht leicht. Nachdem Eric unsere Produktion gesehen hatte, verstand er genau, was wir benötigen. Und ich erkenne diese Anforderungen heute im Paragon wieder.“

Internationale Produktionen und Gastspiele

Inzwischen kommt die Paragon-Serie bei allen europäischen Produktionen von Les Ballets de Monte Carlo zum Einsatz. Bei Gastspielen außerhalb Europas sucht Thery gezielt nach Rentalpartnern, die ELATION-Scheinwerfer liefern können. Bei Aufführungen in Mexiko arbeitete die Compagnie beispielsweise mit ELATION Mexico zusammen. So lässt sich das visuelle Erscheinungsbild der Produktionen auch auf internationalen Tourneen möglichst konstant halten.

Zum Spielplan 2026 gehören unter anderem die neuen Produktionen Ma Bayadère, Miniatures und Core Meu sowie internationale Gastspiele von Romeo and Juliet in Lettland und Lac in Südkorea. Auch bei der Gala zum 40-jährigen Bestehen der Compagnie am 4. Juli in Monaco spielten die Scheinwerfer eine zentrale Rolle. Die dreistündige Veranstaltung zu Ehren von I.K.H. der Prinzessin von Hannover brachte ehemalige Tänzer aus verschiedenen Epochen der Compagnie zusammen. Bis zum Jahresende folgen zahlreiche weitere internationale Gastspiele.

Für Thery bleibt die Technik dennoch stets der Kunst untergeordnet. „Das Publikum sollte niemals über das Licht nachdenken“, sagt er. „Wenn wir unsere Arbeit gut gemacht haben, denken die Zuschauer nur an die Tänzer und an die Geschichte.“

Fotos:Ma Bayadère © Alice Blangero


Tags: ELATION, Paragon
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